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Überkreuz

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich einen Schnitt entworfen, den es jetzt im Pulliamorie Shop gibt – Yavanna. Wie es eigentlich dazu kam und warum er mein Leben verändert hat und mit wem ich überkreuz bin, davon erzähl ich euch heute.

Begonnen hat es mit dem Ende – nämlich mit dem Ende der Volksschulzeit meiner großen Laus. Besondere Menschen wachsen einem bekanntermaßen besonders ans Herz und wenn es dann zum Abschied kommt, versucht man seine Dankbarkeit zu zeigen, meist in Form eines Geschenks. Am liebsten sind mir persönliche Geschenke, im Idealfall personalisiert oder zumindest gut überlegt. Und weil Geschmäcker verschieden sind, habe ich mich in diesem Fall für einen Gutschein entschieden, einen für ein Handmade Kleidungsstück nach Wahl. Und die Wahl wurde schnell getroffen, ein Kleid sollte es sein, ein luftiges Sommerkleid, der passende Stoff wurde bestellt und dann… dann konnte ich keinen Schnitt finden, der sich mit den Vorstellungen und Wünschen gedeckt hat. Uff. Also hab ich Papier und Stift gezückt und hab mich ans Zeichnen des Schnittmusters gemacht. Sehr ungewohnt, so genaue Vorgaben, die ich nur all zu gerne umgesetzt habe. Kaum war das Schnittmuster fertig, kam das große Zaudern… den wahnsinnig tollen Stoff soll ich anschneiden?… wird der Schnitt passen? Herrje, sonst bin ich da nicht so zimperlich, aber diesmal war es ja ein ‚Auftrag‘. Also Augen zu und durch… oder besser nicht in diesem Fall! Nach einem halben Tag Arbeit und viel Freude, wie das Kleid Stück für Stück gewachsen ist, war es fertig.

Das Kleid – der Arbeitstitel damals war Mum’s Dreamdress  – war nicht nur handmade sondern auch personalisiert, die Namen meiner Laus und mir habe ich wunschgemäß verewigt.

Nachdem das gute Stück fertig und übergeben war, hatte ich einen Schnitt und große Freude etwas geschaffen zu haben, das jemand anderem wiederum Freude bereitete. Der Sommer verging und meine Gedanken an das Projekt wandelten sich, sind aber nie ganz verschwunden. Im Herbst dann war ich soweit, meine Gedanke mit meinem Schatz zu teilen. Er bestärkte mich und meine letzten Zweifel wurden ausgeräumt – es war beschlossen und die Geburt für Pulliamorie wurde eingeleitet.

Yavanna – wie ich das Kleid getauft habe – lag jetzt ein Weilchen im Ladl, wie man so schön sagt, und hat auf den richtigen Zeitpunkt seiner Veröffentlichung gewartet.

Ich bin ja selbst keine große Kleiderträgerin, um ehrlich zu sein bin ich recht überkreuz mit Kleidern, aber es geht einfach nicht, einen Schnitt zu entwerfen und dann selbst nicht zu tragen, so als ob man als Gastgeberin das Menü nicht anrührt… So kam es, dass für den Sommerurlaub eine Yavanna in den Koffer wanderte. Den schicken Stoff findet ihr übrigens im Shop. 😉

Ob ich so bald wieder in ein Kleid schlüpfe? Ich weiß es nicht, aber überkreuz sind bei Yavanna maximal die Träger, dafür hat die liebe Christine von Krispi’s Katz ein ganz tolles Turtorial geschrieben, davon berichte ich euch das nächste Mal ausführlich.

Bis bald ihr Lieben!

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Ausgezeichnet

Meine aktuellste Varda aus dem tollen Lillestoff Romanit Black Noblesse von Raxn wurde bei den LilleLiebLinks prämiert! Ich kann euch gar nicht sagen, was das für eine Überraschung war! Ich freu mich riesig, ist es doch gerade meine liebste Version und glaubt mir, ich habe in den letzten Wochen eine ganze Menge Vardas genäht.

 

Die tolle Kulisse auf diesen Fotos sind die Lienzer Dolomiten, wo ich meinen Winterurlaub verbracht habe. Und weil ich eine kleine Frostbeule bin, musste ich mich schön kuschelig warm einpacken, um beim Fotoshooting nicht zu erfieren. Also gab’s passend zur Varda noch einen Schal. Ein einfacher Schal war mir aber zu wenig, deshalb hab ich ihn mit der Vardakapuze kombiniert. Ein Karabiner und Ösen sorgen dafür, dass die Zipfeln bleiben wo sie hingehören und runden das Ergebnis ab.

 

 

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Neuanfang

Ein neues Jahr hat kürzlich begonnen – es fühlt sich zwar so an, als wäre es schon ewig her, aber es ist erst 4 Wochen alt – und wie das so ist, nimmt man sich für das neue Jahr immer etwas vor und schmiedet Pläne. Ich schmiede meine Pläne schon etwas länger, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, so hat sich vieles verschoben, Ideen wurden geboren, verworfen, geändert und dann doch umgesetzt. Nach sehr viel Planung, Bürokratie und viel neuer Erfahrung steh ich nun hier und springe ins kalte Wasser. Mein erstes Schnittmuster ist online gegangen und ich bin im Wechselbad der Gefühle – Freude, Euphorie, Zweifel. Aber ich habe den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und mein Label steckt bereits in Kinderschuhen. Nun heißt es anpacken und tun. Ich freue mich auf einen neuen, spannenden Abschnitt in meinem Leben und ich hoffe, dass mich viele von euch ein Stück meines Weges begleiten.