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Patternhack

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, aber die Temperaturen scheint das überhaupt nicht zu interessieren, außer dem früheren Sonnenuntergang deutet rein gar nichts auf nahenden Herbst. Je luftiger desto besser ist die Hitze zu ertragen. Langsam freue ich mich schon auf die bunte Jahreszeit und stimme mich gedanklich auf den Schulstart ein. Aber bevor ich mich an die Herbstgarderobe mache, habe ich mir noch ein sehr sommerliches Kleid gegönnt. Und weil ich gerne etwas Neues nähe ohne gleich ein neues Schnittmuster zu kaufen oder zu erstellen, spiel ich mit gutpassenden Schnitten und passe sie an, bis sie meinen Vorstellungen gerecht werden. Diesmal ist Yavanna zu einem Maxikleid gewachsen.

Hier möchte ich euch einen kleine Anleitungen lassen, wie ihr aus meinem Schnitt mit wenigen Handgriffen etwas ganz Neues entstehen lassen könnt.

Yavanna ist im Original ein Neckholderkleid mit knielangem, asymmetrischen Saum.

Die gesmokte Rückenpartie und den Neckholder Ausschnitt habe ich beibehalten, jedoch habe ich den Ausschnitt höher gezogen, die Teilungen weggelassen und am Saum Länge zugegeben.

Dadurch bekommt das Kleid einen eleganteren Look und wirkt gleich ganz anders. Auch habe ich die Kanten nicht mit Schrägband eingefasst, sondern gesäumt und den Neckholder mit einem Tunnelzug befestigt. Am besten eignet sich leichte, weichfallende Viskose für diese Art von Kleid, aber auch Modal schaut bestimmt toll aus.

Wie kommst du zu deinem Maxikleid?

Als Grundlage benötigst du das Schnittmuster Yavanna.

Schritt 1

Für den Zuschnitt verbindest du die Schnittteile, d. h. du klebst das vordere Oberteil, den Mittelstreifen und das vordere Rockteil zusammen. Das vordere Oberteil wird im Verlauf nach oben verlängert und zwar soweit, wie du den Ausschnitt haben möchtest, in meinem Fall, habe ich 14 cm zugegeben. Achte beim Zuschnitt drauf, dass du noch 2,5 cm Saumzugabe zufügst. Auch beim Armausschnitt musst du 2 cm zugeben, da du den Abschluss nicht einfasst, sondern säumst. Den Rockteil verlängerst du je nach Körpergröße, vergiss auch hier nicht auf die Saumzugabe.

Beim Rückenteil verfährst du ebenso. Klebe das obere Rücktenteil, den Mittelstreifen und das hintere Rockteil miteinander. Das obere Rückenteil wird nicht doppelt zugeschnitten, daher benötigst du auch hier oben einen Saumzugabe von 2,5 cm. Am unteren Saum verlängerst du um die gleich Länge wie beim Vorderteil.

Schritt 2

Nimm das Vorderteil zur Hand. Schlage den Armausschnitt 1 cm nach links um, bügle, schlage nochmals 1 cm um und steppe ab. Auf der anderen Seite gehst du genauso vor. Weiter geht es mit dem Ausschnitt, hier wird 1 cm nach links umgeschlagen, gebügelt und dann nochmal um 1,5 cm nach links umgeschlagen und abgesteppt. Der Tunnelzug für den Neckholder ist somit fertig. Ich habe eine Jerseynudel eingezogen. Dazu habe ich quer zum Fadenlauf einen 2 cm breiten Jerseystreifen zugeschnitten – einmal stark gedehnt, damit er sich einrollt – und eingefädelt.

Schritt 3

Nimm das Rückteil zur Hand. Schlage die obere Kante 1 cm nach links um, bügle, schlage nochmals 1,5 cm um und steppe ab. In den entstandenen Tunnel ziehst du ein Gummiband, damit das Rückenteil nachher nicht rutscht.

Markiere dir mit einem Knips das Ende des ursprünglichen oberen Rückenteils. Jetzt smokst, wie in der Anleitung beschrieben das Rückenteil bis zur Markierung.

Schritt 4

Schließe nun die Seitennähte, vergiss dabei nicht zu versäubern. 😉

Schritt 5

Säume das Kleid – fertig!

Lasst mir doch eure Meinung da, ich freu mich auf euer Feedback! Und weil ich neugierig bin, auch auf eure Fotos! 🙂

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Mach es zu deinem Projekt

Wenn ich mir ein eBook kaufe, dann hab ich meist schon Ideen für die Umsetzung im Kopf ‚das wär cool‘ und ‚oh ja, tolle Idee, das muss ich ausprobieren‘ und dann… dann kommt die Ernüchterung. Aus Mangel an Zeit oder der passenden Jahreszeit bleibt es dann oft bei einem Teil ohne Pimpen, obwohl ich den Schnitt eigentlich toll finde.

Manchmal fällt einem so ein eBook zufällig wieder in die Hände, weil man seine Festplatte nach einem passenden Schnitt für das nächste Projekt durchforstet oder man hat den Schnitt vorsorglich, um ihn ja nicht zu vergessen ausgedruckt und auf einen – schon viel zu hohen – Todo Stapel gelegt und stolpert dann durch Zufall wieder darüber. Zum Beispiel wenn man aufräumt oder eigentlich andere aber viel lästigere Dinge zu tun hat. Dann denkt man wieder an das Projekt, verschiebt es wieder auf später, wenn mehr Zeit ist. Die meisten Dinge werden aber nicht nur auf unbestimmte Zeit verschoben sondern geraten völlig in Vergessenheit.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn es einen Anlass gibt, dann finde ich meistens auch irgendwo Zeit oder nehme sie mir ganz einfach. Deshalb möchte ich so einen Anlass schaffen und einen Sew Along starten.

Die Idee

Es gibt in unseren kreativen Köpfen Ideen und Vorstellungen, sie wollen raus und sie wollen genäht werden und zu einem tollen Kleidungsstück werden! Und was soll nun genäht werden? Eine Varda! Whaaaaat? Jaaaaaa! Ich weiß, eigentlich hält sie uns an kalten Tagen warum und kalt ist es ja momentan nicht gerade, ein prüfender Blick auf’s Thermometer verrät mir, dass wir bereits die 30 °C Marke überschritten haben. Alles andere als passend für eine Sweatjacke oder einen Pulli. Wie komm ich jetzt also ausgerechnet auf Varda? Ganz einfach, es ist ein so toller luftiger Schnitt und mit ein paar kleinen Änderungen eignet er sich hervorragend für diese Temperaturen. Weil: was nicht passt, wird passend gemacht!

Ich habe bereits ein kleines Tutorial mit Anregungen erstellt, um Varda sommertauglich zu machen, das könnt ihr hier kostenlos herunterladen. Wenn Varda noch in eurer Schnittmustersammlung fehlt, könnt ihr es im Sew Along Zeitraum reduziert im Shop kaufen – denkt doch gleich an den Herbst. 😉 Außerdem gibt’s mit dem Code deinprojekt im Pulliamorie Shop -10 % auf das gesamte Stoff- und Zubehörsortiment. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Wenn ihr eure Varda genäht habt, dann berichtet doch auf eurem Blog, Insta Account oder eurer Facebook Seite darüber und verseht die Beiträge mit den Hashtags #vardaimsommer und #deinprojekt.

Wie lange?

Die kommenden 3 Wochen möchte ich mit euch nähen, kreative Ideen austauschen und mich an sommerlichen Vardas erfreuen. Postet eure Ergebnisse auf euren Seiten, Blogs und in der Pulliamorie Gruppe DIY Varda, Manwe & Co. Vergesst bitte nicht die Hashtags zu verwenden, denn unter allen, die mitmachen wird am Ende etwas verlost. 😉

Ziel!

Wir wollen uns den Sommer schön nähen und unsere Vardas herzeigen! Mit an Bord haben wir die Stoffprinzessin und Ernas Enkelin und so wird am Ende des Sew Alongs unter allen TeilnehmerInnen – wir wollen ja Männer an dieser Stelle, die ihre Frauen benähen nicht ausschließen 😉 – ein tolles Paket aus Stoff und Plotterfolien verlost. Ich freu mich wie ein Nackerlpatzl und hoffe auf zahlreiche TeilnehmerInnen.

Das Kleingedruckte

Ausgelost wird am Mittwoch, 15.8.2018 und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der oder die Gewinnerin erklärt sich einverstanden, namentlich hier auf pulliamorie.at und auf Facebook genannt zu werden. Der Gewinn kann nicht in bar abgelöst werden. Pulliamorie darf Fotos, die im Rahmen des Sew Alongs gepostet werden, auf seiner Webseite/Facebook Seite zeigen.

 

 

 

 

 

 

 

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Kordelabschluss auf fein

Ich freu mich unheimlich, wenn mir Vardas über den Weg laufen, jede einzelne zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Nein, das stimmt so eigentlich gar nicht, ich grinse im Kreis und bin beschwingt, ich kann euch gar nicht sagen, was das für ein schönes Gefühl ist. 🙂

Unlängst ist mir die Varda von Tina ins Auge gesprungen, ein ganz tolles Teil mit abgesteppter Kapuze und Kordelzug. Nicht nur die Steppnähte haben’s mir angetan, sondern auch die Kordelenden, die sind nämlich getakelt – hab ich mir zumindest sagen lassen, ich kannte das bis dato nicht und glaub’s jetzt einfach mal. 😛 Ich find das jedenfalls viel genialer als diese Plastikende oder Schrumpfschlauch.

Und weil das Takeln nicht nur mir so taugt, hat die liebe Tina aka Ernas Enkelin eine Anleitung gebastelt. Ich sag artig Danke und mach einen Knicks.

Achja vielleicht auch noch interessant… als Takelgarn könnt ihr fast alles nehmen, z. B. Lederschnur, Knüpfgarn oder ähnliches.